Betreuungs- und Entlastungs-
angebote

Ein Überblick der Angebote für pflegende Angehörige

Überblick

Was sind Betreuungs- und Entlastungs-
angebote?

Betreuungs- und Entlastungsangebote sollen die sorgenden pflegenden Angehörigen entlasten und unterstützen sowie den Betroffenen fördern. Dies können Angebote rund um die Unterstützung bei der Haushaltsführung sein wie beispielsweise: 

  • Einkäufe
  • Reinigen der Wohnung
  • Gemeinsames Einkaufen mit dem Betroffenen
  • Unterstützung bei organisatorischen Dingen

Auch Angebote wie Unternehmungen, Spiele, Gespräche, Sitzgymnastik, gemeinsames Singen, etc. gehören in den Bereich der Betreuung. Sie dienen sowohl der Entlastung der Pflegepersonen als auch der Förderung des Betroffenen selbst. Diese Betreuungsangebote können als Einzelangebot oder Gruppenangebot durchgeführt werden.

Für solche Angebote hat die Pflegeversicherung den Entlastungsbetrag von 125 € monatlich vorgesehen. Dieser Betrag ist zweckgebunden. Das bedeutet, er darf nur von zugelassenen Pflegediensten, Betreuungsdiensten oder qualifizierten Einzelpersonen abgerufen werden. In Einzelfällen und je nach Bundesland verschieden ist es möglich als ehrenamtlich tätige Einzelperson bis zu 2 pflegebedürftige Personen und deren Angehörige zu unterstützen, sogenannte Nachbarschaftshelfer.

Für diese Angebote kann ebenfalls der Betrag der Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden.

Gesundheitsministerium

Wie findet man Anbieter für Betreuungs- und Entlastungsangebote?

Meist findet man solche Angebote im Internet auf den Seiten der Kommune oder Stadt. Man erhält in der Regel Listen zu Angeboten über die regionalen Pflegestützpunkte oder Pflegeberatungsstellen sowie über freiberuflichen Pflegeberater.

In NRW gibt es eine spezielle Plattform auf der solche Anbieter nach AnFöVO (Anerkennungs- und Förderverordnung des Landes NRW) aufgelistet sind. (https://pfaduia.nrw.de/uia/angebotsfinder).

Sollte eine bekannte Person als ehrenamtliche tätige Einzelperson Entlastung und Betreuung im Rahmen der Nachbarschaftshilfe bei einem Betroffenen erbringen wollen, ist folgendes sinnvoll: Befragen Sie Ihre Pflegeversicherung, offizielle Pflege-Beratungsstellen oder regionale Pflegestützpunkte über die Regelungen des einzelnen Bundeslandes. Nur 5 Bundesländer beteiligen sich aktuell an dem Projekt der „Nachbarschaftshelfer“, die sich durch beispielsweise einen Pflegekurs nach §45 SGB XI dafür qualifizieren können. Oder die Person bringt bereits eine berufliche Qualifikation wie Alten- oder Krankenpfleger, Sozialarbeiter oder Sozialpädagoge mit, dann ist die Voraussetzung für die Nachbarschaftshilfe ggf. bereits erfüllt.